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Projektevents

Kick-off Veranstaltung

14-11-2017

Am 14. November 2017 erfolgte der offizielle Startschuss für das Projekt "REBEN". Zahlreiche Expertinnen und Experten aus den Bereichen Wasserwirtschaft, Wissenschaft und Naturschutz folgten der Einladung des Landes Burgenland und seines ungarischen Projektpartners, der Nord-Transdanubischen Direktion für Wasserwesen und informierten sich über die Umsetzungsschritte dieses zukunftsträchtigen Projektes für den Neusiedler See.

 

In seinem Grußwort betonte DI Johannes Ehrenfeldner, Direktor des gastgebenden Nationalparks Neusiedler See-Seewinkel, die Bedeutung des Vorhabens für den Naturschutz und bekräftigte seine Unterstützung für das Projekt als strategischer Partner. Seitens des Lead Partners hieß WHR DI Gerald Hüller, Leiter der Fachgruppe Wasser, Umwelt und Ländliche Struktur im Amt der Burgenländischen Landesregierung, alle Anwesenden willkommen und unterstrich die Wichtigkeit des Projektes für die Wasserwirtschaft.

 

„Das Projekt hat eine große Bedeutung für die Region auf beiden Seiten der Grenze. Der Neusiedler See sichert auf der einen Seite die Lebensgrundlage einer einzigartigen Flora und Fauna, zugleich ist er ein großer Faktor für Freizeit und Tourismus. Die Erhaltung der Wasserqualität des Sees ist wichtig. Dazu müssen wir die Rahmenbedingungen schaffen und die richtigen Maßnahmen setzen“, erklärte Landesrat Helmut Bieler.

 

DI Zoltán Németh, Präsident der Vollversammlung des Komitates Győr-Moson-Sopron, hob die Wichtigkeit der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit hervor: "Es gibt viele Kooperationsmöglichkeiten zwischen unseren Ländern, aber es gibt nichts, was uns mehr verbinden würde, als der Neusiedler See. Es ist unerlässlich, dass wir die Informationen und das verfügbare Wissen miteinander teilen. Denn die gemeinsame Wissensbasis bildet eine grundlegende Voraussetzung für die Umsetzung von gemeinsamen, tatsächlich grenzüberschreitenden Aktivitäten und das Treffen von richtigen Entscheidungen."

 

Anschließend stellte das Projektteam die Ziele und geplanten Aktivitäten des Projektes unter der administrativen Leitung von DI Dr. Hannes Schaffer, mecca consulting, vor. "Obwohl es über den Neusiedler See schon etliche Forschungsarbeiten gibt, gebe es bei der Frage, wie wichtig der Schilfgürtel für den See sei, noch große Wissenslücken zu schließen" erklärte WHR DI Helmut Rojacz, Auftraggeber und Leiter des burgenländischen Referats Wasserwirtschaftliche Planung. "Der wasserwirtschaftliche Managementplan betrifft das Freiwasser und den Schilfgürtel des Neusiedler Sees. Wir wollen wissen, wie die Austauschprozesse stattfinden und sich auf die Wasserqualität auswirken. Er soll unter anderem konkrete Vorschläge zur Anlage von Kanälen im Schilfgürtel beinhalten" so der inhaltliche Projektleiter Mag. Dr. Georg Wolfram, Geschäftsführer der DWS Hydro-Ökologie GmbH. DI Richárd Kovács, Experte für Seeregulierung bei der Nord-Transdanubischen Direktion für Wasserwesen und ungarischer Projektpartner, schilderte die Veränderungen des Schilfgürtels in den letzten Jahrzehnten und erläuterte die einzelnen Umsetzungsschritte auf der ungarischen Seite des Sees.

 

Univ. Prof. Dr. Alois Herzig, Limnologe und wissenschaftlicher Leiter des Nationalparks Neusiedler See-Seewinkel, führte in seinem Vortrag die besondere Bedeutung des Neusiedler Sees als Lebensraum aus und begrüßte das Projekt.

 

Die Einladung zur Kick-off Veranstaltung ist als Download verfügbar.


Bilaterale Fachkonferenz

25-04-2019

Am 25. April 2019 fand in der Nord-Transdanubischen Direktion für Wasserwesen in Győr die erste REBEN-Fachkonferenz statt. Auf der Veranstaltung wurden die Projektziele und die während des Projekts bisher durchgeführten Untersuchungen und Erfahrungen vorgestellt und offene Fragen diskutiert.

 

Die Veranstaltung wurde von József Németh, Direktor von ÉDUVIZIG, und Gerald Hüller, Leiter der Fachgruppe Wasser, Umwelt und Ländliche Struktur beim Amt der Burgenländischen Landesregierung, eröffnet. Die Komplexität der wasserwirtschaftlichen Aufgaben am Neusiedler See und die enge Verzahnung der verschiedenen im Projekt zu lösenden Probleme spiegelten sich in den Präsentationen gut wider. Die Vorträge österreichischer und ungarischer ExpertInnen zum Thema gaben einen Einblick in die Studien/Untersuchungen, welche die wissenschaftliche Grundlage des gemeinsamen Wasserqualitätsmanagementplans bilden.

 

Die vielfältigen Fachbeiträge stammten vom Land Burgenland (Abteilung 5 Baudirektion, Biologische Station Illmitz), der Wiener Universität für Bodenkultur, der Technischen Universität Wien, der Technischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Universität Budapest, von DWS Hydro-Ökologie GmbH und der Nord-Transdanubischen Direktion für Wasserwesen. Bei der Veranstaltung waren neben den FachvertreterInnen VertreterInnen der regionalen Verwaltung sowie interessierte Studierende bzw. Forschungs- und Lehrkräfte von Fachausbildung anwesend.

 

Die Konferenz wurde von Christian Sailer, Hauptreferatsleiter beim Amt der Burgenländischen Landesregierung und László Sütheő, technischer stellvertretender Direktor der Nord-Transdanubischen Direktion für Wasserwesen zusammengefasst: „Das Projekt trägt wesentlich zur Umsetzung jener Ziele bei, die in der Strategiestudie Neusiedler See formuliert wurden, und damit zu einem naturnahen und nachhaltigen Management zur Nutzung des Sees sowie zur Erhaltung einer guten Wasserqualität“


2. Bilaterale Fachkonferenz

29. Oktober 2020 - GoToMeeting

Am 29.10.2020 fand die von ÉDUVIZIG organisierte zweite Fachkonferenz, COVID-19-bedingt online via GoToMeeting statt. Fast 50 hochrangige TeilnehmerInnen, die sich gleichmäßig auf Österreich und Ungarn aufteilten, beweisen das rege Interesse an der Thematik Neusiedler See.
Die Veranstaltung wurde von László SÜTHEŐ, Technischer Vize-Direktor von ÉDUVIZIG und Gerald HÜLLER, Leiter der Fachgruppe Wasser, Umwelt und Ländliche Struktur beim Amt der Burgenländischen Landesregierung, eröffnet. Am Vormittag wurden von den ExpertInnen des Projekts Fachvorträge über die morphologischen und hydrodynamischen Gegebenheiten am Neusiedler See (Tamás KRÁMER und Alfred Paul BLASCHKE), zu hydrochemischen Gradienten und Austauschprozessen (Matthias ZESSNER), die ökologischen Untersuchungen (Emil BOROS und Roland HAINZ) und die Bewertung der Schilfbestände am Neusiedler See (Géza KIRÁLY) angeboten. Die Vorträge, die zumeist von einem österreichischen und einem ungarischen Vertreter gemeinsam gehalten wurden, unterstrichen die ausgezeichnete Kooperation und das hohe gegenseitige Verständnis im Projekt.
Fokus des zweiten Teiles der Konferenz waren die Schwerpunkte der letzten Projektphase – gemeinsamer Synthesebericht (Matthias ZESSNER, Georg WOLFRAM) und ein Ausblick auf den gemeinsamen wasserwirtschaftlichen Managementplan (Georg WOLFRAM). Im Anschluss an die Vorträge gab es Gelegenheit zu Fragen und zur gemeinsamen Diskussion.
Die Konferenz wurde von Christian SAILER, Hauptreferatsleiter beim Amt der Burgenländischen Landesregierung und Miklos PANNONHALMI, technischer stellvertretender Direktor der Nord-Transdanubischen Direktion für Wasserwesen in Ruhestand, zusammengefasst: „Das sensible System des Neusiedler Sees wurde in den letzten 150 Jahren sehr stark vom Menschen beeinflusst. Deshalb müssen die richtigen Maßnahmen für die Zukunft behutsam ausgewählt werden, um das Gleichgewicht des Sees erhalten zu können. Das Projekt REBEN, in dem sehr gut und immer auf Augenhöhe grenzüberschreitend zusammengearbeitet wurde, ist ein wesentlicher Baustein für die nachhaltige Entwicklung des Sees“.
Die Präsentationen der Fachkonferenz können unter www.eduvizig.hu heruntergeladen werden.

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